Bienen-und Wespenstich behandeln

Wer sich draußen aufhält, der kennt das Problem: immer einmal wieder begegnen einem Bienen oder Wespen. Während die Erwachsenen in der Regel besonnen reagieren, so kann man davon ausgehen, dass viele, vor allem jüngere Kinder, panisch reagieren. Da wird im besten Fall laut geschrien und um Hilfe gerufen, im schlimmsten Fall nach den Tieren geschlagen oder gar panisch weggerannt. Mal abgesehen von dem drohenden Stich der kleinen schwarz-gelben Bedrohung drohen auch Folgeunfälle, zum Beispiel wenn blindlings auf die Straße gerannt wird.

In diesem Artikel wollen wir kurz erklären, wie man einen Bienen-oder Wespenstich behandelt, welche Notfallmaßnahmen möglicherweise nötig sind und welche Vorsichtsmaßnahmen Eltern treffen sollten, damit die Kinder beim Spielen, sowie auch beim Fahrrad oder Go Kart fahren den bestmöglichen Schutz haben.

 

Notfallmaßnahmen bei einem Stich

Bevor wir auf die einfache Behandlung von einem Stich eingehen, welcher nur mit Jucken und leichter Rötung und Schwellung einhergeht, möchten wir erklären, welche Notfallmaßnahmen in lebensbedrohlichen Situationen notwendig sind.

Was sind lebensbedrohliche Situationen?

Jeder Allergiker weiß um die Gefährlichkeit eines Bienen-oder Wespenstiches. Innerhalb von Sekunden schwillt die betroffene Stelle an, es kann zu Kreislauf-und Atemproblemen kommen und im schlimmsten Fall zu einem anaphylaktischen Schock.

Darüber hinaus sind auch Stiche im Mund oder Rachenraum häufig lebensbedrohlich. Gleiches gilt für einen Stich außen am Hals. Beides kann die Luftröhre zum Anschwellen bringen. Der Betroffene kann nicht mehr atmen und es droht der Tod durch Ersticken. Darum gilt, rufen Sie bei einem Wespen-oder Bienenstich in den Mund, im Rachen oder im Bereich des Halses sofort den Notarzt. Für genaue Notfallmaßnahmen besuchen Sie https://tierabwehr.net/notfallmassnahmen-bei-einem-bienenstich.

Die deutsche Notfall-Rufnummer ist die: 112.

Weitere Maßnahmen:

Sofern bekannt ist, dass die betreffende Person allergisch gegen Bienenstiche oder Wespenstiche ist, so sollte der Arzt um ein Notfall-Set gebeten werden. Außerdem sollte ein Antihistaminika als Notfallmedikament mitgeführt werden. Eltern von spielenden Kindern sollten immer solch ein Medikament bei sich führen.

Alle Eltern sollten ihren Kindern darüber hinaus einschärfen, dass sie bei einem Stich in Mund, Rachen oder Hals unverzüglich den nächsten Passanten um Hilfe bitten sollten. Kinder, die allergisch reagieren, sollten keinesfalls außerhalb der Sichtweite der Eltern alleine spielen dürfen. Sind die Kinder bereits älter, so müssen die Eltern über entsprechende Maßnahmen reden und den Kindern das Notfall-Set erklären.

 

Behandlung eines Stiches, der kein Notfall ist

Da ein Stich manchmal sehr schmerzhaft werden kann, sollte man diesen sofort behandeln. Ist ein Kind gestochen, so sollten Eltern nicht panisch reagieren und das Kind beruhigen oder ablenken.

Folgende Maßnahmen haben sich als sinnvoll erwiesen:

  • Der Stachel sollte entfernt werden. Saugen Sie ein wenig die betreffende Stelle, um den Stachel herauszubekommen.
  • Nachdem der Stachel heraus ist, ist der wichtigste Punkt der Behandlung das Kühlen. Eine ordentliche Kühlung mit einem Kühlakku oder Eiswürfel reduziert die Schwellung und den Schmerz. Wickeln Sie den Akku oder den Eiswürfel in ein Handtuch, denn durch direktes Aufbringen auf die Haut können Erfrierungen entstehen. Haben Sie kein Kühlakku oder Eiswürfel zur Hand, so kann zum Beispiel auch ein Beutel Gemüse aus der Tiefkühltruhe zweckentfremdet werden. Sind sie in der freien Natur unterwegs, so schauen Sie ob in der Nähe kaltes Wasser zum Kühlen (Bach, Flusslauf) zu finden ist.
  • Spucke auf den Stich hilft gegen Juckreiz und Schmerz
  • Eltern können unter anderem auch eine Salbe aus der Apotheke (z.B. Fenistil) mit sich führen. Darüber hinaus sind gut wirksame Mittel auch Teebaumöl oder ein Stichheiler auf elektronischer Basis.

Tipp: von verrückten Hausmitteln, die immer wieder empfohlen werden nehmen sie besser Abstand. Zwiebeln zum Beispiel auf der Einstichstelle helfen eher weniger. Unter Umständen Kühlen Sie ein klein wenig, aber die Gefahr dass Keime in den Körper eindringen können, ist deutlich gegeben.

Vorbeugen Maßnahmen gegen Wespen- und Bienenstiche

Die meisten Bienen und Wespen stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Schärfen Sie Ihren Kindern ein, die Augen zu schließen und nicht nach den Tieren zu schlagen. Auch Wegrennen und nach den Tieren pusten ist keine gute Idee. Normalerweise verschwinden die Tiere spätestens nach ein bis 2 Minuten wieder.

Vermeiden Sie knallige Farben in der Kleidung. Gelbe T-Shirts und orange Hosen zum Beispiel locken die Tiere an. Das gleiche gilt für viele Düfte. Legen Sie in der freien Natur kein Aftershave oder Parfüm auf. Auch das Deodorant sollte eher dezent sein und nicht stark riechen. Auf Weichspüler nach Möglichkeit verzichten, der Duft kann für die Tiere auch interessant werden.

Die meisten Wespen, aber auch einige Bienen, interessieren sich für menschliche Nahrung und Getränke, insbesondere wenn diese süßlich sind. Lassen Sie keine Speisen offen herumstehen, denn diese locken die Tiere an. Getränke sollten nach Möglichkeit nur durch einen Strohhalm verzehrt werden, alternativ nach jedem Schluck wieder abgedeckt werden. Vor dem Trinken schauen Sie genauer hin, ob nicht eventuell eine Biene oder Wespe bereits in dem Getränk schwimmt. Beim Verschlucken der Tiere entsteht sonst Lebensgefahr, falls diese im Hals-, Mund-, oder Rachenraum stechen.

Lange, eng anliegende Kleidung, welche Arme und Beine vollständig verdeckt, verhindert, dass Bienen oder Wespen in die Kleidung krabbeln können. Darüber hinaus sollte die Kleidung nicht zu dünn sein, da die Tiere sonst hindurch stechen können.

Hinterlasse einen Kommentar